Électricité
de France (EDF) - (de)
Die Électricité de France (EDF) ist die vormals staatliche französische
Elektrizitätsgesellschaft und ist der französische Marktführer.
Sie wurde am 8. April 1946 gegründet. Seit dem 19. November 2004 ist die
EDF eine Aktiengesellschaft.
Bis zum Beginn der Liberalisierung des Europäischen Energiermarktes verfügte
EDF in Frankreich über ein Quasimonopol im Bereich des Stromhandels,
nicht jedoch über ein solches in der Stromerzeugung.
EDF ist der wertvollste Stromkonzern Europas: Börsenwert beträgt 75
Milliarden Euro (2006).
Die Tochtergesellschaft Réseau de Transport d'Electricité (RTE) betreibt
das Übertragungsnetz des Unternehmens.

Verbreitung
EDF betreibt derzeit weltweit 58 Kernkraftwerke an 20 Standorten. Hiervon
verfügen 34 Reaktoren über eine Nennleistung von über 900 MW, 20
Reaktoren sind für 1.300 MW ausgelegt. Die verbleibenden vier Kraftwerke
erzeugen jeweils 1.450 MW. Die Gesamtkapazität aller Kraftwerke der EDF
beträgt zurzeit 125.447 MW.
Im Jahre 2003 produzierte das Unternehmen mit 496 Mrd. kWh über 22 % der
insgesamt in der Europäischen Union erzeugten elektrischen Energie.
Hiervon wurden 74,5 % atomar erzeugt, 16,2 % entstanden aus Wasserkraft,
9,2 % wurden in Wärmekraftwerken erzeugt. Lediglich 0,1 % der erzeugten
Energie wurde aus Windkraft oder anderen regenerativen Energieträgern
gewonnen.

EDF beschäftigt weltweit zur Versorgung von ca. 41 Millionen Kunden über
167.300 Angestellte.
In Deutschland hält die EDF 45,01 % am baden-württembergischen
Energieversorger EnBW.
In Österreich ist der Konzern mit 25 % + 1 Aktie am steiermärkischen
Energieversorger ESTAG sowie jeweils 100 % an den Versorgern Vero und ASA
beteiligt.
Weiterhin engagiert sich EDF auf den Energiemärkten in Belgien, Spanien,
Großbritannien, Ungarn, Italien, den Niederlanden, Polen, der Slowakei,
Schweden, der Schweiz, der Elfenbeinküste, Ägypten, Argentinien,
Brasilien, den USA, Mexiko, China und Vietnam.