Lauda Air - (de)
Die Lauda Air wurde im Jahr 1979 vom dreifachen Formel 1-Weltmeister Niki
Lauda gegründet. Er erwarb die Bedarfsflugkonzession und nahm den
Flugbetrieb mit zwei Flugzeugen vom Typ Fokker F-27 auf.
In den 1980er-Jahren begann eine rasante Aufwärtsentwicklung der
Fluglinie. Lauda Air begann eine Kooperation mit ITAS, eine
Transportkapazitätenerweiterung wurde nowendig. Zwei Boeing 737-300
wurden gekauft und das Catering wurde vom Wiener Spitzengastronom Attila
Dogudan DO&CO übernommen. Mit der ersten Boeing 767-300ER fiel der
Startschuss zum Linienservice nach Bangkok, Hongkong und Sydney.
1990 erhielt Lauda Air die weltweite Linienkonzession, und Ende Oktober
1991 wurde der Linienservice um Melbourne in Australien erweitert.

Am 26. Mai 1991 stürzte eine Boeing 767-300ER (OE-LAV) auf der Strecke
Bangkok - Wien ab (siehe weiter unten). Durch die Kooperation mit
Lufthansa wurden ab Dezember 1992 dreimal wöchtentlich Liniendieste nach
Miami (über München) mit einer Boeing 767-300ER aufgenommen. Im Januar
1993 beteiligte sich Lufthansa an Lauda Air. Ab März 1993 wurde Los
Angeles viermal pro Woche über München angeflogen.
1993 wurde außerdem die Lauda Air S.p.A., eine Beteiligungsgesellschaft
in Italien, gegründet. Diese flog von Mailand aus mit einer Boeing
767-300ER in die Karibik.
Mit den 1994 erworbenen Canadair Regional Jets wurden die Flüge in die
Europa-Destinationen Barclona, Madrid, Brüssel, Genf, Manchester und
Stockholm aufgenommen.
1996 begann die partielle Zusammenarbeit zwischen Austrian Airlines und
Lauda Air. Ebenfalls 1996 wird "Nikis Kids Club" für Kinder von
6 bis 12 Jahren gegründet.
Am 12. März 1997 beteiligten sich Austrian Airlines mit 36%, Lufthansa
mit 20% an Lauda Air. Die neue Boeing 767-300ER "Frank Sinatra"
brach am 30. August 1999 zu ihrem Erstflug auf. Eine zwölftägige
Weltreise mit Stops in Frankfurt, Bangkok, Sydney, Honolulu und Los
Angeles stand auf dem Programm.

Niki Lauda gab 2000 seinen Rücktritt als Vorstand der Lauda Air bekannt,
Austrian Airlines erhöhten die Beteiligung auf 88%. 2001 erhöhte Lauda
Air die Frequenz nach Australien auf fünf mal wöchentlich. Auch im Jahr
2001 gewann Lauda Air drei Auszeichnungen: Den "Business Traveller
Award" als "Europas beste Fluggesellschaft", den
"Golden Globo" als beste Ferienfluggesellschaft Europas und den
Titel "Airline des Jahres" im Wirtschaftsmagazin Capital. Im
Jahr 2002 wurde die finanziell angeschlagene Lauda Air schließlich von
Austrian übernommen und so vor dem Konkurs bewahrt.
Niki Lauda hingegen kaufte kurze Zeit später die Mehrheitsanteile an der
Österreich-Tochter der in Konkurs geratenen deutschen Fluglinie Aero
Lloyd. Aus dieser (Aero Lloyd Austria GmbH) gründete er Ende November
2003 wieder eine eigene Fluglinie, die NIKI.
Lauda Air konzentriert sich seit der Zusammenführung des Flugbetriebs
voll auf das Ferienflugsegment.

Die Beteiligungsgesellschaft Lauda Air S.p.A. wurde im September 2005 von
der Livingston SpA, einem Tochterunternehmen der Ventaglio Group, übernommen.
Im Jahr 2007 wird Lauda Air an die Dachmarke Austrian herangeführt und
den Namen "Lauda Air – The AUSTRIAN way to holidays" tragen.